Mit Farben frische Akzente setzen – Wände richtig streichen

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Farbe ist ein Bestandteil des Lebens. Kaum vorstellbar, die Jahreszeiten, ohne ihre typische Farbenpracht zu erleben. Ähnlich sieht es bei der Gestaltung der Wohnräume aus. Auch hier spielen die verschiedenen Farbtöne eine wichtige Rolle und erzeugen unterschiedliche Wirkungen und Emotionen. Nicht immer muss es gleich eine grundlegende Renovierung oder sogar Sanierung sein, soll ein Raum ein frisches Aussehen erhalten. Oft genügt es schon, mit Farben neue Akzente zu setzen.

Richtige Vorbereitung zum Wände und Decken streichen

Die folgenden Werkzeuge und Materialien sollten vorhanden sein, möchte man als Hobbymaler seine Wände erfolgreich verschönern:
Besen (Wände werden damit von Staub befreit)
Farbrolle in verschiedenen Größen (Lammfell ist optimal)
Flachpinsel
Farbwanne/Eimer mit Abstreifgitter
Teleskopverlängerung
Leiter
Rührstab oder ein stabiler Holzstab zum Umrühren der Farben
Spachtel

Ebenfalls wichtig sind
Ausreichende Menge an Abdeckfolien
Kreppband
Alte Decken oder Malerabdeckvlies
Wand- und Deckenfarbe
Spachtelmasse, um Löcher in der Wand zu schließen
Grundierung für Decke und Wand (bei Bedarf)
Wasser zum Verdünnen (bei Bedarf)

Bevor es richtig losgeht

Bevor sich der Hobbymaler in die Arbeit stürzen kann, gilt es zuvor genau auszurechnen, wie viel Farbe und bei Bedarf welche Mengen der Grundierung werden. Dafür wird die zu streichende Fläche ausgemessen und so die Quadratmeterzahl ermittelt. Die Herstellerangabe, für wie viele Quadratmeter das jeweilige Produkt reicht, findet sich auf dem Farbeimer. Hier genügt eine großzügige Überschlagsrechnung. Ist ein zweimaliger Anstrich gewünscht, muss die Farbmenge verdoppelt werden.

Die Vorbereitung der Wände

Fußbodenleisten, Rahmen der Türen und Fenster werden mit Kreppband vor Farbe geschützt. Nachdem der Strom in dem Raum abgestellt ist, gilt es, Lichtschalter, Steckdosen und Lampen zu entfernen. Ist das nicht möglich, sollten sie abgeklebt werden. Ein Malerabdeckvlies oder alte Decken schützen den Boden vor Farbspritzern. Vor Streichbeginn werden die Flächen noch von Staub gereinigt. Spinnweben oder Staub verursachen in der Farbe schwarze Schlieren. Sind Löcher und Risse in der Wand vorhanden, werden sie mithilfe von Spachtelmasse ausgebessert.

Nimmt die Wand zu viel Feuchtigkeit auf oder hält der Putz nicht so gut an der Wand, ist es sinnvoll, eine Grundierung unter der Farbe aufzubringen. Mit ein paar einfachen Tricks prüfen Hobbymaler die Beschaffenheit des Untergrundes:
Bei ungestrichenem Putz einfach mit der Hand darüber wischen. Bleibt Kreidestaub an der Hand zurück, muss die Oberfläche zuerst mit Tiefengrund behandelt und gefestigt werden. Ohne zurückbleibenden Kreidestaub sollte die Putz-Haftung mit einem Stück Kreppwand überprüft werden.
Das Kreppband kommt auch bei gestrichenem Putz zum Einsatz: Rund 10 cm Kreppband auf die Wand aufkleben, ruckartig abreißen. Bleibt Farbe auf der Klebefläche haften, sollte sie vorher entfernt werden und eine Tiefengrundbehandlung ist erforderlich.
Mit einem wassergetränkten Pinsel wird ein Stückchen Wand gestrichen. Eine Dunkelfärbung der Stelle bedeutet, dass der Untergrund zu saugfähig ist. Eine Grundierung ist ratsam. Sie vermindert die Saugfähigkeit und spart somit Farbe.

Professionelle Malerarbeiten

Ein Neuanstrich der Wände verleiht einem Raum ein ganz neues Gesicht. Das gilt insbesondere dann, wenn die Arbeiten von professioneller Hand durchgeführt werden. Für den Auftraggeber ist das überaus bequem, es hat selbstverständlich auch seinen Preis.

Er orientiert sich üblicherweise an der Größe der zu bearbeitenden Fläche. Für den Profi bedeutet das Abkleben von Fenstern und Türen sowie das darum herum streichen einen Mehraufwand. Daher zieht sie der Maler von der Quadratmeterzahl üblicherweise nicht ab. Übrigens: Malerarbeiten können als sogenannte haushaltsnahe Dienstleistungen von der Steuer abgesetzt werden. Da das Finanzamt lediglich reine Arbeitskosten anerkennt, ist eine detaillierte Aufschlüsselung in Preise für Lohn und Material wichtig.