Archiv für September 2009

Sind geschlossene Fonds als Geldanlage geeignet? Die Frage scheint nicht unberechtigt, da viele Fonds sehr undurchsichtig sind, die Anleger kaum etwas von den Gewinnen sehen und sie keine Mitsprache bei den Investitionsobjekten haben.

Dennoch erwiesen sie sich gerade in der Krise sicherer und vorhersehbarer als die offenen Fonds. Diese sind risikoreicher und fahren in schweren Zeiten oft enorme Verluste ein. Außerdem muss ihnen der Vorwurf gemacht werden, dass einige Fondsgesellschaften durch finanzielle Engpässe in der Krise die Anteile nicht mehr auszahlen konnten und deshalb den Verkauf der Anteile stoppten. So wurde aus offenen, flexiblen Fonds Verlustgeschäfte.

Zwar kommen auch Anteilseigner geschlossener Fonds nicht an ihr Kapital aber dies haben sie, bei Abschluss des Vertrages, bewusst in Kauf genommen. Ein großer Kritikpunkt bei geschlossenen Beteiligungen ist die fehlende Mitbestimmung der Anleger. Sie investieren oft einen großen Anteil ihres Ersparten und können nicht mitbestimmen, was damit gemacht wird. Ausnahme sind hier die klar definierten Fonds, wie Schiffs- oder Immobilienfonds bei denen das Investitionsobjekt bekannt ist. Die Gesellschaften argumentieren zwar mit dem Informationsrecht aber selbst dadurch bekommt ein Anleger keinen Einfluss auf die Entscheidungen des Managements. Ein weiterer Kritikpunkt an geschlossenen Fonds als Kapitalanlage ist, dass bei Insolvenz der Fondsgesellschaften den Anlegern ein Totalverlust droht. Aber Risiken gibt es bei jeder Art von Kapitalanlage und Verluste sollten daher immer einkalkuliert werden.

Quelle: http://www.finance-store.de/

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